Der Müll einer Wegwerfgesellschaft

„Porz putzte munter“ und fand wieder viel zu viel Unrat im Bezirk

Dass Bürgervereine sich um die Sauberkeit in Porz kümmern, hat schon eine sehr lange Tradition. Inzwischen haben sich Ortsvereine aus verschiedenen Stadtteilen vernetzt. Gemeinsam treffen sie sich alle acht Wochen mit Vertretern der AWB (Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH) zu einer konstruktiven Zusammenarbeit an einem Runden Tisch, erzählt Simin Fakhim (Vorsitzende Urbacher Bürgerverein e.V.) stellvertretend für das Netzwerk. In Urbach zum Beispiel wird sehr regelmäßig Müll gesammelt und dabei festgestellt, wo Mülleimer fehlen, wo sie ständig überfüllt sind.

Simin Fakhim (2.v.l.) und Hans Baedorf (r.) sind die Sprecher der vernetzten Bürgervereine.

Dieses Wissen wird an die zuständigen Mitarbeiter der AWB weitergegeben. Die AWB-Mitarbeiter sind froh über die Unterstützung. Denn die Bürger vor Ort wissen am ehesten, wo etwas im Argen ist.

In manchen Gegenden findet sich so viel Müll, dass ein kleiner Kipplaster kommen muss, um ihn zur Sammelstelle zu bringen. Fotos: Robels

Und einmal im Jahr sammeln unter dem Motto „Porz putzt munter“ Bürger in verschiedenen Stadtteilen gleichzeitig Müll ein. Dann treffen sie sich im Gewerbegebiet an der Kennedystraße, stapeln eindrucksvoll ihre Müllberge und machen Fotos. Damit möchten sie für das große Müllproblem im Stadtbezirk sensibilisieren. Was da aus den Sträuchern und vom Straßenrand eingesammelt wird, ist immer wieder erstaunlich. Heute war neben Auto- und Fahrradreifen auch ein großer Fernsehbildschirm dabei.

Markus Brendgen von der AWB ist zuständig für Porz. Da er den Bezirk neu übernommen hat, nutzte er den Sammeltag, um mit den Vertretern der Bürgervereine ins Gespräch zu kommen.