Willkommen und Ankommen in Porz

Ein Projekt bietet ein Acht-Wochen-Programm für Geflüchtete aus der Ukraine

Am Ostermontag hatte die Projektgruppe um Sigita Gelbach zu einem ersten Treffen alle Kinder mit ihren Eltern eingeladen, die seit dem 24. Februar aus der Ukraine geflüchtet und in den Porzer Stadtteilen Grengel, Urbach, Elsdorf, Wahn, Wahnheide und Lind, untergebracht wurden. Viele ortsansässige Vereine kamen dazu, schenkten Softdrinks aus, verteilten Grillwürstchen. Übersetzer halfen bei der Kontaktaufnahme von Helfern und Geflüchteten. Es gab unter anderem ein Rahmenprogramm, eine Steckbriefe-Wand, Gutscheine für Kinder und Erwachsene. Und überall standen die Kinder im Mittelpunkt auf dem Bauspielplatz Senkelsgraben.

Die Kinder spielten, während die Erwachsenen das Gespräch suchten. Foto: Nathan

Der Förderverein des Bauspielplatzes und zahlreiche Sponsoren machten es möglich. Es gab Unternehemer:innen, die spendeten Gutscheine, Vereine und Institutionen Geld oder Manpower. Auch Privatpersonen spendeten. So unterstützten Wolfgang Winterscheid und seine Crew, die mit einem Reisebus zweimal zum Helfen an die ukrainische Grenze fuhren, dieses Projekt auch finanziell. Von der Stiftung „Wunschpunkte für Kinder“ gab es dann noch ganz kurzfristig eine kräftige Gelddusche. Marion Tillmann vom Förderverein Bauspielplatz Senkelsgraben betonte, dass es ohne diese Spenden nicht möglich gewesen wäre, das schöne Fest so zu organisieren. Auch wenn Kuchen und Co. gespendet waren, blieb doch auch viel zu bezahlen.

Sigita Gelbach ist die Initiatorin des Projekts, Marion und Karl-Heinz Tillmann waren die Gastgeber und Stanislav sorgte dafür, dass auch die ukrainischen Gäste alles verstanden (v.r.). Foto: Robels

Für die Hauptorganisatorin und Ideengeberin Sigita Gelbach war es ein sehr emotionaler Tag. Obwohl die siebenfache Mutter und berufstätige Lehrerin alles gibt, hat sie immer das Gefühl, es sei nicht genug. Schließlich haben die meisten, der anwesenden Omas, Mütter und Kinder – ein paar wenige Männer waren auch dabei – viel verloren. Ihr Zuhause, ihre Träume und ihre Hoffnungen.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie in der Printausgabe, die Anfang Mai an vielen Orten in Porz ausliegt und dann auch auf dieser Seite zum Download bereit steht.